Vikings 3

Inga und der Bär


Am nächsten Morgen ist Brams Wut verraucht und es tut ihm leid. Trotz der kurzen Nacht ist Hel schon seit dem frühen Morgen auf den Beinen. Bram weiß das er viel zu viel von ihr verlangt.
"Inga kann den Rest erledigen, du kannst den Honig zu den drei Schwestern bringen und auf dem Rückweg Ivar besuchen. Er würde sich sicher freuen dich zu sehen."
"Ja Vater."


"Du hast es gehört. Da wartet Arbeit auf dich junge Frau."


"Aber es ist so ein schöner Tag."


Endlich ist die doofe Wäsche fertig. Ich haue ab, bevor Vater noch mehr Arbeit für mich findet.


Das macht doch viel mehr Spaß als Wäsche waschen.


Ist das ein Bär? Hel hat doch etwas von einem Bären erzählt, ob er das ist? Wo läuft er hin?


Eine Höhle! Ob er da drin ist? Ich schau einfach mal rein.


Komisch. Hier hängen Fackeln.


Da ist er. Ich geh noch etwas näher ran und verstecke mich da hinter dem Pfeiler.


Oh nein!


"Wer ist da?"


"Hallo kleines Mädchen."
Was mach ich jetzt? Was hat Hel gesagt? Sei freundlich zu dem Monster, dann ist es auch freundlich.


"Äh... hall.. hallo... ich bin Inga."
"Freut mich sehr Inga, ich heiße Leroy. Komm doch herein."


"Möchtest du einen Apfel? Erzähl doch mal was du hier tust, wie hast du meine Höhle gefunden?"
"Ich war schwimmen und habe dich gesehen. Bist du ein Bär?"


"Ein Bär? Nein ich bin ein Yeti. Ich bin schon eine Weile hier, aber so langsam muss ich wieder nach Hause. Hier wird es zu warm für mich. Mein Fell ist ja schon ganz braun." 


"Und sonst sieht es anders aus?"
"Ja, ganz weiß wie der Schnee. Wenn es kalt ist und überall Schnee liegt, sind wir nur schwer zu entdecken. Aber wenn es wärmer wird, färbt sich unser Fell braun. Kein Wunder dass du mich für einen Bären gehalten hast."


"Oh nein! Der Bär von dem Hel erzählt hat! Das bist bestimmt du. Der Jarl kommt mit seinen Männern auf die Insel um ihn zu erledigen. Sie dürfen dich nicht finden."
"Das ist nicht gut. Am besten ich kehre noch heute Nacht nach Hause zurück."


"Wirst du wieder kommen, Leroy?"
"Ja, wenn es Winter ist und der Schnee zurück kommt. Mir gefällt es hier. Es gibt viele Fische in diesem See."


"Bist du jetzt mein Freund, Leroy?"
"Ja das bin ich  kleine Inga."


"Siehst du diesen Stern da? Er wird mich direkt nach Hause führen. Wenn man auf die Sterne achtet, findet man immer seinen Weg."


"Auf Wiedersehen Leroy. Gute Reise."
"Danke kleine Inga. Wir sehen uns im nächsten Winter."


Hel hatte Recht. Ich war freundlich zu Leroy und nun ist er mein Freund. Wenn das Monster unter meinem Bett wieder kommt, frage ich es ob es auch mein Freund sein will.




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