Vikings 13

Tag am See


"Kinder, es wird heute sehr warm. Wieso geht ihr beide nicht zum See und macht euch einen schönen Tag. Ich kümmere mich hier um alles. Inga wird mir gerne helfen."

"Das ist eine gute Idee, was sagst du Hel?"
"Und die Kinder?"

"Die sind bei deinem Vater in guten Händen. Es wird dir sicher gut tun, mal auszuruhen.
Du arbeitest so viel." 

Und so ist es beschlossen, sie packen etwas zu essen ein und machen sich auf den Weg.
Anfangs ist Hel noch etwas befangen, so nackt im See herum zu schwimmen zusammen mit Ivar.
Aber dann entspannt sie sich und genießt einfach die warme Frühlingssonne. Es ist wirklich ein wunderbarer Tag.
Sie muss wohl eingedöst sein, als sie plötzlich von Ivar mit einer Ladung Wasser überrascht wird.

"Hey du Schlafmütze."
"Na warte das kriegst du wieder."
Und dann albern die beiden ausgelassen im Wasser herum. Soviel Spaß hatte Hel schon lange nicht mehr.
Sie kann sich gar nicht erinnern, wann sie das letzte Mal so viel gelacht hat.
Doch dann fühlt sich Hel auf einmal so merkwürdig. Ihr Herz flattert, das Blut rauscht in ihren Adern und ihr wird ganz heiß. Sie ist ganz verunsichert, so stark fühlt sie sich plötzlich zu ihm hingezogen.
Und Ivar sieht sie wieder so intensiv an. Unter diesem Blick wird Hel noch wärmer. Sie versinkt in seinen Augen und merkt kaum wie sie ihm immer näher kommt.
Ehe sie auch weiter darüber nachdenkt, hat sie ihn an sich gezogen um ihn zu küssen.
Tief in sich fühlt sie wie etwas erwacht. Die Sehnsucht nach Nähe, nach Liebe und Geborgenheit, nach Lust und Leidenschaft.
Sie weiß Ivar kann ihr all das geben und noch viel mehr. Denn er liebt sie. Und Hel ihn. Nicht so wie Domi, nicht mit dieser Unschuld und Navität. Sondern wie eine Frau, die einen Mann an ihrer Seite weiß, auf den sie sich voll und ganz verlassen kann. Dem sie ihr Leben anvertrauen würde.
Ivar seufzt und zieht sie fest in seine starken Arme. Wie lange hat er sich danach gesehnt, ihr so nah sein zu dürfen.
Hel vergisst alles um sie herum. Nur noch Ivars Lippen zählen noch und seine Hände, die sie zärtlich im warmen Wasser streicheln. Sie können gar nicht mehr aufhören sich zu küssen und zu berühren.
Als Ivar es endlich schafft sich von ihr zu lösen merkt er, dass es mittlerweile dunkel geworden ist. Die Luft hat sich auch merklich abgekühlt. Doch die beiden sind so erhitzt, dass sie davon nichts mitbekommen haben.
"Wir sollten zurück gehen, Hel. Es ist bereits dunkel."
Ivar wartet einen Moment um Hel Zeit zu geben sich anzuziehen, außerdem braucht er einen Augenblick um selbst etwas abzukühlen, bevor er das Wasser verläßt. Still lächelt er vor sich hin.
Auf dem Weg nach Hause werfen sie sich immer wieder zärtliche Blicke zu.
Es dauert lange bis sie zu Hause sind, da sie immer wieder stehen bleiben um sich zu umarmen.
Und um sich zu küssen. Hel kann gar nicht mehr genug bekommen von Ivars Lippen.
Zu Hause bedankt sich Ivar bei Hel für diesen wunderschönen Tag.
Er bringt sie noch bis zu ihrer Hütte und verabschiedet sich dann galant mit einem Handkuss.
Um dann in seiner eigenen Hütte zu verschwinden.
Hel wünscht sich Ivar wäre geblieben und sie müsste nicht alleine schlafen. Doch sie ist auch dankbar, dass er sie zu nichts drängt.
Dennoch ist sie zum ersten Mal wieder wirklich glücklich und träumt die ganze Nacht von Ivars Küssen. Im Traum hört sie wieder die Worte der Seherin: "Du kannst es dir vielleicht noch nicht vorstellen, aber du wirst ihn bald genauso lieben wie er dich. Ihr werdet glücklich zusammen sein."
Ivar ist es nicht leicht gefallen, Hel alleine zu lassen. Aber er möchte, dass sie ganz alleine entscheidet wann und ob sie bereit ist mit ihm das Lager zu teilen.
Bram spürt am nächsten Morgen deutlich, dass sich zwischen den Beiden etwas verändert hat. Endlich, er hatte schon Angst die beiden würden nie zueinander finden.
Er kann sich nicht erinnern, wann er seine Tochter das letzte Mal so glücklich gesehen hat.
"Geht es dir gut?" Glücklich umarmt Hel ihren Vater. "Ja sehr gut, danke Vater."
Bram ist sehr froh seine Tochter so zu sehen. Endlich kann er wieder mit Zuversicht in die Zukunft blicken. Sein Kind ist wieder glücklich und Ivar wird immer für sie da sein auch wenn er mal nicht mehr ist. Was kann ein Vater sich mehr wünschen? Außer vielleicht noch mehr Enkel?
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